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Information zu Staube
Englisch: canine distemper; Französisch: maladie de Carré
Virus: Staupevirus gehört mit dem Maservirus zu den Paramyxoviren
Die Staupe ist eine der bekanntesten und gefürchtetsten
Infektionskrankheiten der Hunde. Das Krankheitsbild ist seit mehr als 2
Jahrhunderten bekannt. Der Staupevirus kommt in allen Ländern mit
Hundehaltung vor und ist auch hierzulande noch weit verbreitet. Obwohl
die Bedeutung der Staupe seit Einführung der Impfung sehr zurückgegangen
ist, treten wieder vermehrt Fälle dieser Erkrankung auf (vorallem seit
der Öffnung der Grenzen zum Osten). Ihr Hund kann sich nicht nur durch
Kontakt mit einem anderen Hunden anstecken, sondern Gefahr droht z.B.
auch beim Waldspaziergang, weil z.B. Marder und Frettchen (und andere
Fleischfresser) die Krankheit übertragen können.
Die Staupe kann akut, subakut oder chronisch verlaufen. Je nach den
dominierenden Symptomen spricht man von der katharrhalischen,
gastrischen, respiratorischen, pneumonischen, nervösen Staupe oder auch
vom Hard - pad Syndrom, wobei im Verlauf der Erkrankung oft die eine
Form in die andere übergeht.
Ein infizierter Hund scheidet mit sämtlichen Sekreten und Exkreten das
Virus (Tröpfcheninfektion) aus, welches anschließend von einem anderen
Tier oral oder aerogen aufgenommen wird, so daß es in das lymphatische
Gewebe des Waldeyer`schen Rachenringes oder der Bronchiallymphknoten
gelangt, in denen es sich vermehrt.
Am 3. bis 4. Tag p.i. (nach der Infektion) gelangt das Virus von dort
ins Blut, dieser Zustand wird als virämisches Stadium bezeichnet. Von
diesem Zeitpunkt an läßt sich das Virus in Milz, Lymphknoten und Thymus
nachweisen, später auch in der Lamina propria des Darmes. Besteht ein
Antikörpermangel des infizierten Tieres, kann es auch zu einer
Manifestation des Virus im ZNS kommen (nervöse Form der Staupe).
Erste Krankheitsanzeichen treten etwa 1 Woche nach der Ansteckung auf.
Sie beginnen mit hohem Fieber, Appetitlosigkeit und Mattigkeit.
Begleitet werden diese Symptome von anfänglich wäßrig-klarem Augen- und
Nasenausfluß, der im weiteren Verlauf dann zähflüssig wird. Dieser
Ausfluß ist im höchsten Maße ansteckend. Entweder unmittelbar
anschließend, oder nach einer fieberfreien Phase der scheinbaren
Erholung, können weitere Krankheitssymptome auftreten.
Die Ausprägung der Symptome hängt vom Individuum, dem Alter des Tieres,
der Immunkompetenz, der Virulenz des Erregers und der Art der
Sekundärerreger, insbesondere wenn es sich hierbei um andere Viren, wie
z.B. Parvo - oder Coronaviren handelt, ab.
Meistens erfolgt zeitgleich mit der Phase der Virämie ein erster
Fieberschub, begleitet von einem leicht gestörten Allgemeinbefinden,
Anorexie (keine Futteraufnahme) und / oder einer Konjunktivitis
(Bindehautentzündung). Diese Phase bleibt oft unbemerkt oder sie führt
in der akuten Form der Staupe zum Tod des Tieres.
Im Verlauf der Organbesiedlungen und einer Immunsuppression treten
Sekundärinfektionen und i.d.R. ein weiterer Fieberschub auf.
Ein manifester Verlauf ist vorwiegend im Alter von 3 bis 6 Monaten
(Auftreten von Schmelzdefekten -> dem sogenannten Staupegebiß ) ist bei
geschwächten, gestreßten, ungeimpften Hunden oder gelegentlich bei alten
Tieren, die nicht mehr nachgeimpft wurden, zu erwarten.
Die gastrointestinale Form zeigt folgende Symptome:
Erbrechen, katharrhalischer Durchfall, Exsikkose und rasche Abmagerung.
Ein Durchfalleintritt vor oder mit respiratorischen Symptomen ist immer
ein deutliches Signal einer möglichen Staupeinfektion.
Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die sog. nervöse Form der
Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus Schädigungen am Gehirn. Das
äußert sich in psychischen Veränderungen, Zittern,
Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und Krampfanfällen, vergleichbar dem
Erscheinungsbild der Multiplen Sklerose. Der Schweregrad der
verschiedenen Formen kann variieren. Die nervöse Form endet jedoch immer
tödlich bzw. erfordert, daß der Hund eingeschläfert werden muß.
Eine Staupeinfektion kann histologisch über den Nachweis von cyto -
plasmatischen Einschlußkörperchen in den Lymphocyten oder über einen
Nachweis von Antikörpern im Blut mittels Immunfluoreszens geschehen.
Die einzig wirksame Methode, Hunde gegen die Staupe zu schützen, ist die
konsequente Impfung
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